30.07. - 06.08.2011 8 Tage Stilfser Joch

Tag 1, Samstag

Die Anreise begann bei bewölktem Himmel und trockener Straße. 10 Motorräder mit 11 Leuten (Jutta und Dieter, Jürgen, Elke, Ingeborg, Jochen, Robert, Stefan, Walter, Harald und Michael) über die Autobahn, durch München und wieder Autobahn. Kurz nach München zogen wir unser Regenzeug an, das wir aber nach der Mittagspause in Oberau schon nicht mehr brauchten.

In Oberau traf auch noch Stephan zu uns, der erst später losfahren konnte, deshalb Vollgas wählte - und - wieder deshalb - etwa 1 km vor Oberau von Jochen mit Sprit versorgt werden musste.

Aber dann gings los: Ammersattel, Planseestraße, Berwanger Sattel, Namloser Tal, Kelmer Sattel, Hahntennjoch, Piller Höhe und Reschenpass bis zum Hotel Zentral in Prad am Stilfser Joch, ein sehr schönes 4 Sterne-Wellness-Hotel - zentral für unsere kommenden Touren gelegen.

Dort waren schon Brigitte und Werner, Andrea, Stephan, Jürgen und Gerhard, die teils mit Autos, teils auf Achse selbst angereist waren.

Die Motorräder in der Tiefgarage abstellen, duschen und dann ein üppiges 4-Gänge-Menue mit anschließenden Benzin- un anderen Gesprächen an der Bar oder auf der Terasse war das tägliche Abendprogramm.

Tag 2, Sonntag

15 Motorräder in 2 Gruppen. Eine führte Stephan - eine Michael: Solda und Stilfserjoch waren für alle beeindruckend und bei schönem Wetter schön zu fahren. Foscagnopass, Formarinjoch führten uns nach Livigno zum Sprit für 1,09 €. Nach dem Livignopass folgten noch Foppa- und Gáviapass, wo bei manchem schon deutliche Ermüdungserscheinungen auftraten. Allerdings musste das Stilfserjoch auch noch ein zweites mal überwunden werden, um zum Hotel zurück zu kommen.

Tag 3, Montag

Jaufenpass, Penserjoch, Gampenpass und Mendelpass sind ohne enge Kehren und flüssig zu befahren, was die Anstrengung vom Sonntag schnell vergessen ließ.

Tag 4, Dienstag

Über Reschenpass und Norberthöhe nach Samnaun, wo man auch günstig - weil zollfrei - tanken kann. Anschließend über die Piller Höhe und Nebenstraßen zum Timmelsjoch. Dort oben Sonnenschein und 17 Grad warm!

Tag 5, Mittwoch

Vormittags noch trocken den Tauferspass, Ofenpass, Flüelapass und Wolfgangpass. Dann ein extremer Wolkenbruch, den wir in einer Tankstelle abwarteten. Leider waren dann Lenzerheide und Albulapass und die Rückfahrt über Ofen- und Tauferspass nass.

Tag 6, Donnerstag

Tauferspass, Umbrail, Foscagnopass und Formarinjoch brachten uns bei wieder schönem Wetter erneut nach Livigno. Den ursprünglich geplanten Passo del Gallo fuhren wir nicht, weil dort Maut verlangt wird und eine lange Baustelle mit sehr tiefen Fräsrillen war, was Stephan schon tags zuvor auskundschaftet hatte. Es folgten Livignopass, Passo di Guspessa, Mortirolo - eine traumhafte Kammstraße die auf den meisten Karten nicht eingezeichnet ist - und Foppapass. Bei richtig warmen Temperaturen ging es wieder über den Stelvio zum Hotel.

Tag 7, Freitag

Über Meran durch das kurvige Genesien nach Bozen. Und nach einer Stadtdurchfahrt mit Schwitzen zum Gasthof Edelweiß am Eingang zum Rosengarten. Nach einem fantastischen Mittagessen und eigentlich überflüssigem Anlegen der Regenhäute kam Nigerpass, Rosengartenstraße und Mendelpass. Einige interessante Exkursionen in Apfelplantagen bei Traversana und Bauernhöfen in Castelfondo wurden dann kurz vor erneuter Übermüdung der Mitfahrer umgewandelt in eine direkte Rückfahrt über die Via Pallade.

Tag 8, Samstag

Die Heimreise über den Reschenpass und einen total verstopften Fernpass (da hätte man besser die Route der Anreise gewählt), Auftanken in Reutte, Planseestraße und Ammersattel, dann auf die Autobahn und zum Abschluss nach Waiglathal.

 

Nicht alle Teilnehmer haben die beschriebene Reihenfolge mitgemacht. Einzelne hatten eigene Touren geplant und dabei wohl auch ihren Spaß.

Wenn man die Kilometer aller Motorräder addiert, haben wir fast die Erde umrundet - und alle sind gesund zurück. PRIMA!